Vita
Es gibt wohl kaum einen zeitgenössischen deutschen Künstler, bei dem die Diskrepanz zwischen öffentlicher Präsenz des Werks und medialer Abstinenz der Person so ausgeprägt ist wie bei dem Bildhauer Martin Mayer.
Sein Œuvre zeigt einen Menschen, dem Kreation wichtiger ist als Retrospektive, Ruhe zur Arbeit vorrangiger als Reportagen im Atelier, das Leben bedeutsamer als die Biografie(n).
1931 am 16. Januar in Berlin geboren, pfälzischer Herkunft. Eltern Gebrauchsgrafiker.
1946-1949 zunächst Privatschüler bei dem Bildhauer Prof. Theodor Georgii an der Akademie der bildenden Künste in München, anschließend dort Studium bis 1954 bei Georgii, später dessen Gehilfe u.a. am Wittelsbacherbrunnen in München. Weitere Ausbildung in den Fächern Gipsformen, Bronzeguss, Steindruck/Lithografie und Radierung. In der Fotografie von Herbert List angeregt und gefördert.
1953, im Zuge der Teilnahme an der Großen Kunstausstellung in München, von Käthe Kruse als freier Mitarbeiter in Donauwörth engagiert.
Seit 1957 freischaffender Bildhauer in München.
1963 durch Georgiis Vermächtnis Übernahme dessen Ateliers im Hildebrandhaus in München (heute städt. Monacensia-Bibliothek). Im gleichen Jahr durch Freundschaft mit dem Architekt und Bauunternehmer Bernhard Borst Einrichtung eines Bildhauerateliers und einer Radierwerkstatt in der Borstei in München.
Seit 1966 verheiratet, zwei Söhne.

